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Stipendiat*innen 2022

Friederike Gösweiner (Januar - Juni)

Friederike Gösweiner, geb. 1980 in Rum (Österreich), studierte in Innsbruck Germanistik und Politikwissenschaft und promovierte 2009 mit einer Arbeit über „Einsamkeit in der jungen deutschsprachigen Literatur der Gegenwart“ (Studienverlag 2010). Seither arbeitet sie als freie Autorin, Literaturkritikerin und Korrektorin.
Ihr Debütroman „Traurige Freiheit“ (Droschl 2016) wurde mit dem Österreichischen Buchpreis in der Kategorie Debüt ausgezeichnet und war mit einer Sonderauflage von 10 000 Stück Innsbruck-liest-Buch 2017. Ihr erstes Libretto, basierend auf Yasushi Inoues Novelle „Das Jagdgewehr“ für den Komponisten Thomas Larcher, wurde 2018 bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt. Ihre zweite Prosaveröffentlichung „Regenbogenweiß“ erscheint 2022 im Literaturverlag Droschl.

Dilek Mayatürk (Juli - Dezember)

Dilek Mayatürk ist Lyrikerin und Dokumentarfilmerin. Sie wurde 1986 in Istanbul geboren und studierte an der Mimar-Sinan-Universität sowie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt Soziologie. Seit 2019 lebt und arbeitet sie in Berlin.

Bibliographie (Monographien)

Bir Daha Yok Çiçeği, Lyrikband, Klaros Yayınları, Ankara, August 2021
Brache, Lyrikband, Verlag Hanser Berlin, Berlin, September 2020 [deutsch und türkisch] Cesaret Koleksiyonu, Lyrikband, Yeniinsan Yayinevi, Istanbul 2014

Auszeichnungen

Kemal-Özer-Lyrikpreis, dritter Platz für das Manuskript von Bir Daha Yok Çiçeği, 2021
Beim Literaturwettbewerb Wir sind lesenswert, zweiter Platz für das Gedicht Vorstellungsgespräch, 2021
Gürhan-Uçkan-Lyrikpreis für das Gedicht Dedemin Mektubu, 2015
Cahit-Sıtkı-Tarancı-Lyrikpreis für das Manuskript von Cesaret Koleksiyonu, 2010

 

Jan Snela (Oktober/November)

Jan Snela wurde 1980 in München geboren und lebt zurzeit in Stuttgart und Tübingen. Studium der Komparatistik, Slawistik und Rhetorik in München und Tübingen. 2016 erschien das Prosadebüt „Milchgesicht. Ein Bestiarium der Liebe“ (Klett-Cotta), das 2017 mit dem Clemens Brentano-Preis der Stadt Heidelberg ausgezeichnet wurde.

Neben Veröffentlichungen von Erzählungen und Essays in Zeitschriften und Anthologien Verfasser von Radio-Essays mit Nähe zum Hörspiel. Für die Stuttgarter Akademie für gesprochenes Wort konzipierte und moderiert er zusammen mit der Literaturkritikerin Julia Schröder die Lesungsreihe „soundso“, die seit Sommer 2018 Prosa unter dem Aspekt ihrer Klanglichkeit fokussiert. Tätigkeit als Literaturvermittler und Leiter von Werkstätten für das Literaturhaus Stuttgart.

Paul Watermann (August - Oktober) "Arp im Ohr"-Stipendium

Paul Watermann, geboren 1986 in Melle, Kreis Osnabrück

Ausbildung
2014 – 2018       
Studium „Literarisches Schreiben“, Deutsches Literaturinstitut Leipzig
Abschluss des Studiums mit dem Bachelor „Literarisches Schreiben“

2006 – 2013
Studium der Sportwissenschaften, Deutsche Sporthochschule Köln Abschluss des Studiums als Diplom- Sportwissenschaftler

Lesungen & Aktionen (Auswahl)

2019
Lesung im Rahmen von „Leipzig liest“ zur Buchmesse Leipzig, gemeinsam mit Johanna Kintner, Alte Handelsschule, Leipzig

2016
Performative Textprojektionen im Zuge des 3. Ketzerpop-Festivals in Leipzig

2015
„Calvin“, performative Lesung im Kunstraum Praline, Leipzig. Initiation und Durchführung zusammen mit Fayer Koch, Benedikt Kuhn, Anne Oeltscher, Theresa Pleitner & Jasper Westhaus.
Lesung in der Krudebude Leipzig, gemeinsam mit Lara Hampe, Peter Lünenschloss & Ronya Othman.
Lesung auf der Releaseparty der Tipp- gemeinschaft 2015 Lesung auf der Leipziger Buchmesse, am Stand von Radio Mephisto 2014
Lesung auf dem Sommerfest des Deutschen Literaturinstituts
Lesung zur Eröffnung des Kunstraums “Oka- pi”, Leipzig, gemeinsam mit Sandra Burkardt, Philipp Winkler & Julian Walther

2014
Lesung auf dem Sommerfest des Deutschen Literaturinstituts
Lesung zur Eröffnung des Kunstraums “Oka- pi”, Leipzig, gemeinsam mit Sandra Burkardt, Philipp Winkler & Julian Walther

Das "Arp im Ohr" - Stipendium ist ein Austauschstipendium mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

 

Clemens Böckmann (Januar - März)

Clemens Böckmann studierte in Hildesheim, Kiel, Leipzig, Lissabon und Tel Aviv. 2018 machte er seinen Masterabschluss im Bereich Sprache und Gestalt bei Prof. Oswald Egger an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Seitdem lebt und arbeitet er als Autor, Veranstalter und Herausgeber in Leipzig. Gegenwärtig forscht er zu den Möglichkeiten biographischen Erzählens.

 

Janna Steenfatt (Januar - Juni)

Janna Steenfatt wurde 1982 in Hamburg geboren und hat ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig absolviert, mit Gastsemestern im Studiengang Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin und im Studiengang Duitse Taal en Cultuur an der Universiteit van Amsterdam.

Sie war Finalistin beim Open Mike, Teilnehmerin des Klagenfurter Literaturkurses und der Schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung und erhielt Aufenthaltsstipendien im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf, im Künstlerdorf Schöppingen, der GEDOK in Lübeck und des Prager Literaturhauses deutschsprachiger Autoren.

Ihr erster Roman "Die Überflüssigkeit der Dinge" ist im Frühjahr 2020 bei Hoffmann und Campe erschienen und war für den Klaus-Michael Kühne- Preis nominiert. Sie lebt in Leipzig.

Arthur Neznanow (Juli - Dezember)

Arthur Neznanow, 1989 in Berlin geboren, ist ein multidisziplinär engagierter Künstler. Er studierte Architektur in Darmstadt, später in Wien und machte an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart seinen Master of Arts. Arthur Neznanow war als Grafiker, Fotograf, Architekt und Museumsgestalter für viele international agierenden und innovativen Büros tätig, darunter Brandlhuber+ und Kühn Malvezzi.

Arthur Neznanow konnte bereits eine Vielzahl von siegreichen Wettbewerbsbeiträgen verzeichnen, darunter für den Wettbewerb „Landfriedareal“ der internationalen Bauausstellung Heidelberg sowie dem modernen Aus- und Leichtbaupreis. Die Auszeichnung für das beste Projekt des Fachbereiches Architektur hat mehrmals entgegennehmen dürfen, für das Projekt Flakturm Umnutzen hat er eine Auszeichnung vom Baunetz sowie vom Bund Deutscher und Polnischer Architekten erhalten. Durch eine Artist Residency an der Cité Internationale des Arts wurde ihm ein Arbeitsaufenthalt in Paris ermöglicht, wo er an seinem aktuellen Projekt, der architektonischen Graphic Novel „Themepark City“, zu arbeiten begann.

Arthur Neznanows Arbeitsweise zeichnet sich durch wechselnde Kooperationen mit Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen ab, diese bergen wertvolles Potenzial alternative Ansätze zu ergründen und sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Ramona Raabe (Juli - September), Landeskind Stipendium

Ramona Raabe, Jahrgang 1992, ist Schriftstellerin. Bereits im Grundschulalter begann sie Kurzgeschichten zu schreiben, die in regionalen Zeitungen veröffentlicht wurden. Jahre später, 2018, erschien ihr Debüt im Dittrich Verlag: „Das pathologische Leiden der Bella Jolie“. Die Novelle behandelt den Kult um das ‚Selfie‘ und stand auf der Shortlist des Literaturpreises ‚Text & Sprache‘ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. In ihrer Prosa wendet Ramona Raabe sich psychologischen und philosophischen Fragen unserer Zeit zu. Die Schauplätze sind zumeist im Alltäglichen angesiedelt, erstrecken sich aber häufig ins Surreale und Imaginäre.

Ihre literarischen Arbeiten wurden vielfach veröffentlicht und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Martha-Saalfeld-Förderpreis und dem Lübecker Schreibstipendium der GEDOK Schleswig-Holstein. Ramona Raabe war Mitglied des Autorenkollegs der FU Berlin (2018/2019). Darüber hinaus veröffentlicht sie gelegentlich Meinungsstücke, u.a. als Gastautorin bei der Kolumne „10nach8“ von ZEIT Online, entwickelt Story und Texte für ein bayerisches Gaming-Start-up und arbeitet als Redenschreiberin.

Ramona Raabe hat Film- und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und University of California, Los Angeles (UCLA) studiert. Sie ist im Rheinland aufgewachsen (Kreis Neuwied) und lebt in Potsdam.

Paula Carralero Bierzynska (Januar - Juni)

Paula Carralero Bierzynska wurde 1991 in Madrid, Spanien, geboren und wuchs in Pamplona, nahe der Pyrenäen auf. Nachdem sie in Montreal, Kanada und Mexiko-Stadt gelebt und gearbeitet hatte, zog sie 2013 nach Berlin, wo sie an der Weißensee Kunsthochschule Berlin 2013-2019 bei Nader Ahriman Malerei studierte. Während des Studiums hatte sie zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, unter anderem im Haus des Berliner Rundfunks, im Projektraum Bethanien, den Neukölln Arkaden, der Bar Babette, dem Brandenburgischen Kunstverein, dem Kunstverein Uelzen, Kühlhaus Berlin sowie auch international im Muzeum Woli in Warschau, in La Ciudadela und dem Centro Huarte in Pamplona, Spanien und der Sala Pérez de la Riva in Madrid. Sie wurde zudem mit dem Mart StamStipendium, der Mittenmang Projektförderung und dem Premio Encuentros Arte Joven ausgezeichnet.

Ihre Künstlerbücher wurden bei der Berlin Art Book Fair im Hamburger Bahnhof und der Missread Art Book Fair an der Akademie der Künste vorgestellt und ihre Arbeit wurde im Textem Verlag 2016 veröffentlicht. Nach dem Studium erhielt sie das Stipendium Neustart Kultur der Stiftung Kunstfonds, wurde vorausgewählt für den Preis Junge Kunst und hatte ihre erste Einzelausstellung in der Galerie weisser elefant in Berlin. Sie nahm auch an der Residency für die Begehungen Chemnitz teil. Sie stellt im Lage Egal und im Kino Krokodil in Berlin aus. Sie wird demnächst in der Galerie Parterre und im Kunstverein Marburg ausstellen.

 

Isabelle Lehn (Juli - Dezember)

Isabelle Lehn (*1979 in Bonn) lebt als freie Schriftstellerin in Leipzig. Sie wurde 2011 an der Universität Tübingen im Fach Rhetorik promoviert und absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, wo sie von 2013 bis 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur staatlichen Schriftstellerausbildung in der DDR forschte.

2016 erschien ihr Debütroman »Binde zwei Vögel zusammen« (Eichborn), aus dem sie im selben Jahr beim Ingeborg-Bachmann-Preis las. 2017 wurde der Roman mit dem Förderpreis des Schubart-Literaturpreises ausgezeichnet. Isabelle Lehns autofiktionaler Roman »Frühlingserwachen« (S. Fischer, 2019) stand 2020 auf der Shortlist für den Literaturpreis "Text und Sprache".

Für ihren Aufsatz »Weibliches Schreiben in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur« (S. Fischer hundertvierzehn, 2020) erhielt sie 2021 den Dietrich-Oppenberg-Medienpreis.

Tatiana Zborovskaya, Germersheimer Übersetzer-Stpendium

Tatiana Zborovskaya, geboren 1989 in Moskau, ist Übersetzerin für Deutsch, Englisch und Französisch. Sie publizierte ihre ersten Arbeiten bereits während ihres Studiums an der Lomonossow-Universität. Ihre erste veröffentlichte Übersetzung waren Werke von Heinrich Böll, Max Frisch und Ingo Schulze für den Sammelband „1989“. Lange Zeit übersetze sie Kinder- und Jugendbücher. Seit 2013 ist Zborovskaya Mitarbeiterin beim Deutschen Buchzentrum in Moskau, dem ältesten Auslandsbüro der Frankfurter Buchmesse. Zudem rezensiert und übersetzt sie moderne deutschsprachige Literatur. Sie übersetzt und bearbeitet philosophische und kritische Werke für den Verlag „Ad Marginem“ (Theodor Adorno, Max Horkheimer, Boris Groys u.a.)

Bis heute hat Tatiana Zborovskaya mehr als 50 Publikationen veröffentlicht, von denen viele ausgezeichnet wurden, in bedeutende russische Ratings eingingen und für Auszeichnungen nominiert wurden. Sie ist mehrfache Stipendiatin internationaler Übersetzer-Residenzprogramme in Deutschland und der Schweiz.