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Unsere Sipendiat*innen in 2023

Kinga Tóth (Januar - März)

Kinga Toth, geboren 1983 in Ungarn, ist Sprachwissenschaftlerin, Visuell-Klang-Poetin, Illustratorin und Kulturmanagerin. Tóth schreibt auf Deutsch, Ungarisch und Englisch und stellt ihre Texte in Installationen und Performances dar.

Außerdem ist sie eine Organisationsgründerin für Gleichgerechtigkeit und Frauenrepräsentation im Literaturbetrieb in Ungarn.

Für ihre intermediale/internationale Arbeit bekam sie 2020 den Hugo Ball Förderpreis und den Bernard Heidsieck Prix. 2021 war sie Gastkünstlerin in der Villa Waldberta und ihre Text-Foto-Installationen sind in Tallin, ihre graphischen Gedichte in Centre Pompidou dargestellt.

Zuletzt erschienen: Maislieder (2019, Thanhäuser), PARTY (2020, parasitenpresse), OFFSPRING (2020, YAMA), TRANSIT (2021, SuKulTur), Mondgesichter (Matthes&Seitz) 2022), sandwich (zine, kuratiert von Esther Eppstein, Zürich, 2022)
Web - (Publikationen, Portfolio, Soundpoesiearbeiten, Performance, Visuelle Poesie, Ausstellungen usw.): www.kingatoth.com   

Katharina Korbach (April/Mai)

Katharina Korbach, geboren 1995 in Wiesbaden, studierte Kulturwissenschaften und Angewandte Literaturwissenschaft in Lüneburg, St Andrews und Berlin. Ihre Erzählungen gewannen mehrere Wettbewerbe und wurden in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht (u.a. „poetin“, „Lichtungen“).

Bereits 2011 erhielt sie den George-Konell-Förderpreis der Stadt Wiesbaden. In den folgenden Jahren war sie vielfache Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen und des Treffens junger Autor:innen. Beim Berliner „open mike“ las sie 2013 als eine der jüngsten Finalist:innen in der Geschichte des Wettbewerbs. Katharina Korbach war Stipendiatin der Meisterklasse des internationalen Literaturfestivals Berlin, des Autorenkollegs der FU Berlin und der „Kölner Schmiede“. 2019 erhielt sie das Hessische Literaturstipendium für Litauen. 2022 nahm sie am 25. Klagenfurter Literaturkurs teil und lebte zudem drei Monate als Stadtschreiberin in Schleswig.

Ihr Debütroman »Sperling« erschien im Frühjahr 2022 im Berlin Verlag.

Weitere Infos: https://www.katharinakorbach.de/.

 

Cecilia Joyce Röski (Juli - Dezember)

Cecilia Joyce Röski (*1994 in Schleswig-Holstein) studierte am Literaturinstitut in Leipzig. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften u. a. in Edit, Bella Triste und Metamorphosen.

Cecilia Joyce Röski schrieb das Drehbuch der historischen Webserie "Haus Kummerveldt", die 2023 in der arte-Mediathek zu sehen sein wird.

Für das Romanprojekt "Poussi" hat Cecilia Joyce Röski den Retzhofpreis für junge Literatur 2020 gewonnen und wurde mit einem Arbeitsstipendium des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt gefördert.                                                                           

Mara Genschel (August - Oktober) "Arp im Ohr"-Stipendium

Mara Genschel, geboren 1982 in Bonn, lebt in Berlin. Als Schriftstellerin und Performerin arbeitet sie seit vielen Jahren an unabhängigen Publikationskonzepten und Auftrittsformen – immer wieder auch in den Bereichen neue Musik und bildende Kunst. In letzter Zeit beschäftigt sie sich verstärkt mit der Form einer „performativen Prosa“.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • „Tonbrand Schlaf“, Gedichte, Connewitzer Verlagsbuchhandlung, 2008
  • „Referenzfläche“, fortlaufende Reihe, bislang fünf Hefte, Selbstverlag, seit 2012
  • „Cute Gedanken“, Gedichte, roughbooks, 2017
  • „Villa Genschel“, Hörspiel, HR2, 2017
  • „Geile Stellen“, SWR2, 2019
  • „How to celebrate a Meister", SWR2, 2021

Auszeichnungen und Stipendien (Auswahl)

  • International Writer‘s Workshop, Hong Kong Baptist University, 2019
  • Förderpreis zum Heimrad-Bäcker-Preis, 2017
  • International Writing Program, University of Iowa, 2016
  • Stipendium Stiftung Künstlerdorf Schöppingen, 2010

 

Das "Arp im Ohr" - Stipendium ist ein Austauschstipendium mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

 

 

Ute Bales (Januar - März), Landeskind - Stipendium

Ute Bales, geboren 1961 in Borler/ Eifel (Rheinland-Pfalz), aufgewachsen in Gerolstein/ Eifel. Abitur 1980. Studium Neue deutsche Literatur, Politikwissenschaft und Kunst in Giessen und Freiburg/ Breisgau. Verheiratet, eine Tochter. Sie schreibt vorwiegend Romane, aber auch Kurzgeschichten und Essays.
 

Veröffentlichungen (Auszug):

  • Großes Ey, Die Lebensgeschichte der Johanna Ey, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2014
  • Die Welt zerschlagen! Die Geschichte der DADA-Künstlerin Angelika Hoerle, Roman, Rhein-Mosel Verlag Zell 2016
  • Bitten der Vögel im Winter, Roman, Rhein-Mosel Verlag Zell 2018
  • Amerika ist weit, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2018
  • Vom letzten Tag ein Stück, Roman, Rhein-Mosel-Verlag Zell 2021

 

Auszeichnungen (Auszug):
2010: Sonderpreis der Jury zum Buch des Jahres (Rheinland-Pfalz) für den
Roman Peter Zirbes
2014: mit dem Roman Peter Zirbes im Finale des Rheinischen Literaturpreises
Siegburg
2018: Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz für das
Buchprojekt Bitten der Vögel im Winter
2019: mit dem Roman Bitten der Vögel im Winter nominiert für den Hauptpreis
des Pfalzpreises für Literatur

Weitere Informationen unter www.ute-bales.de

Achim Engelberg (Januar - Juni)

Dr. Achim Engelberg, geboren 1965, ist der Sohn des Historikers Ernst Engelberg und der Germanistin Waltraut Engelberg. Aufgewachsen in Ostberlin, lebt er immer noch in Berlin - wenn er nicht auf Reisen ist. Er studierte Geschichts- und Theaterwissenschaft. Nach einigen Praktika – unter anderen bei dem Dramatiker- und Regisseur Heiner Müller – und einer Promotion über den englischen Autor John Berger arbeitet er als Publizist.

Er organisiert für verschiedene Institutionen (u. a. Hans-Böckler-Stiftung) Pressereisen und Auslandsseminare; arbeitete für verschiedene Filmproduktionsfirmen (u. a. drehte er als Co-Regisseur den Dokumentarfilm „Gefangen in der Hungersteppe“ über Gulag-Häftlinge und Verbannte in Kasachstan, der am 30. Dezember 2008 im MDR erstausgestrahlt worden ist).

Als Kurator betreut er Reihen, in denen Künstler, Wissenschaftler und Publizisten zu Wort, Ton und Bild kommen; aktuell „Seismographen des Wandels. Migration Flucht Erinnerungen“ (Rosa-Luxemburg-Stiftung), die im Oktober 2021 mit den Gästen Marion Detjen, Historikerin, und Jeanine Meerapfel, Filmemacherin und Präsidentin der Akademie der Künste Berlin, startete.

Achim Engelberg ist ein vielseitiger Publizist, der regelmäßig in renommierten Verlagen veröffentlicht und Gastbeiträge für diverse Zeitschriften schreibt. Seine Arbeiten umfassen die deutsche und europäische Geschichte und Literatur seit dem Mittelalter, sie reichen von historischen Abhandlungen über Interviews bis zu Kriegs- und Nachkriegsreportagen. Ein Schwerpunkt liegt bei Migration, Flucht und Erinnerungen.

Buchpublikationen (Auswahl):
Achim Engelberg publizierte als Autor oder/und Herausgeber 12 Bücher.
Sachbücher mit Zeitzeugen; darunter „Wer verloren hat, kämpfe“ (Dietz 2007)
Auswahlbände zu Südosteuropa wie „Serbien nach den Kriegen“ (Suhrkamp 2008)

Er wertet den in der Berliner Staatsbibliothek vorliegenden Nachlass seines Vaters aus. So erschienen u. a. „Die Bismarcks. Eine preußische Familiensaga vom Mittelalter bis heute“ (Siedler 2010, zusammen mit Ernst Engelberg) und die von ihm herausgegebene Neuedition von Ernst Engelbergs „Bismarck. Sturm über Europa“ (Siedler 2014).

Zuletzt erschien sein literarisches Sachbuch „An den Rändern Europas“ (DVA, 2021), das eine Sonderausgabe in der Bundeszentrale für Politische Bildung erhielt. Achim Engelbergs Reportagen und Essays, Interviews und Rezensionen werden unter anderem publiziert in der NZZ und den Blättern für deutsche und internationale Politik, Sinn und Form und Lettre International.

Artikelauswahl aus den letzten Jahren. Engelberg ist Gründungskurator bei piqd, des 2015 gegründeten Magazins für guten Journalismus.In den letzten Jahren befragt er nicht nur andere, sondern wird selber befragt: hier ein Beispiel.

Katharina Zimmerhackl (Juli - Dezember)

Katharina Zimmerhackl (*1983) hat Medienkunst, Druckgrafik und Grafikdesign in Leipzig und Finnland studiert. Sie war Stipendiatin an der Van Eyck Academie in Maastricht. Im Grenzbereich von konzeptueller Kunst und Theorie geht sie der Entstehung von Wissensformen mit Blick auf deren politische Tragweite und Widerhall in den Subjekten nach. Wie werden die einzelnen Subjekte durch die Gesellschaft geformt und in welcher Sprache findet dies einen Ausdruck? Sie interessiert die Grenze zwischen scheinbar normal und entfremdet, zwischen rational und irrational. Auch daher stehen theoretische Auseinandersetzungen mit (Natur-)Wissenschaften, Psychoanalyse und dem Körper immer wieder im Fokus ihrer Arbeiten. Gefundene Materialien werden in mehrstimmige Skripte und grafische Notationen überführt, die Körper und Stimme in den Fokus rücken. Die Skripte materialisieren sich in verschiedenen Formen – als Installation, die narrative Möglichkeiten der Bühne und partizipatorische Aspekte nutzt, als Performance, Lesung oder als Printed Matter. 

Neben ihrer künstlerischen Praxis ist sie Teil des Zeitschriftenprojekts outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik, im Kunstraum D21-Leipzig aktiv und Teil des Kunstbeirats der Rosa-Luxemburg-Stifung Sachsen. Die theoretischen und kulturpolitischen Auseinandersetzungen und ihre künstlerische Praxis gehen dabei fließend ineinander über.

Maria Jansen (August/September)

Maria Jansen, geboren 1988 in Petrosawodsk, Russland, immigrierte im Alter von acht Jahren mit Eltern, Großeltern und Bruder nach Deutschland. Sie studierte Germanistik und Philosophie in Düsseldorf und Innsbruck sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie ist Gewinnerin des Publikumspreises beim Wartholz Literaturwettbewerbs 2018 und bekam mehrere Stipendien für ihren Debütroman. Ihr Kurzgeschichtenband „Maserungen“ erschien 2022. Ihr Debütroman „Schura“ erscheint 2023. Sie lebt und schreibt in Berlin.                                                                                        

Oscar Lebeck (Januar - Juni)

Oscar Lebeck, geboren 1993 in Hamburg, absolvierte sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und an der Glasgow School of Art.
Häufig sind materielle Hinterlassenschaften und bauliche Relikte Ausgangspunkt einer Beschäftigung mit realen Räumen. Zu seinem Schaffen zählen sowohl Fotografien als auch intermediale Werke mit Video. Seine jüngeren Arbeiten thematisieren die Darstellung und Sichtbarmachung von Spuren der Geschichte; so hat er beispielsweise für seine letzte Einzelausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig die Kulträume antiker Tempelstätten rekonstruiert.

Auszeichnungen und Förderungen:
2022 Förderpreis der Diözese Rottenburg-Stuttgart
2022 Stipendium der Stiftung Berliner Leben
2021 Residenzstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen & Goethe-Institut Hanoi
2018 Studienpreis des Freundeskreises der HGB Leipzig

Ausstellungen:
2022 Vulnerable, Diözesanmuseum Rottenburg
2022 Jahresausstellung, Kunstverein Ebersberg
2021 Cella, Connect Leipzig, Museum der bildenden Künste Leipzig (solo)
2020 1937 – 2017: Von Entarteter Kunst zu Entstellter Kunst, HGB-Galerie, Leipzig
2019 A Story Mediated By The Fragrance Of A Motherboard, Kunstverein Jesteburg
2018 FK Piller Pferdewetten, Golden Pudel Club, Hamburg
2018 Studienpreis des Freundeskreises der HGB und der Sparkasse, HGB-Galerie, Leipzig
2018 "in between“, Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten, Berlin
2015 QSIM, Tapetenwerk, Leipzig
2015 Alibi Position, Galerie 52, Essen

 

Valentin Moritz (März - Juni und Oktober/November)

Valentin Moritz, geboren 1987 und aufgewachsen in Südbaden, studierte Hispanistik, Germanistik und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin.

Nach einer fünfjährigen Tätigkeit als Literaturagent machte er sich 2019 als freischaffender Autor selbstständig. Seitdem veröffentlichte er das autofiktionale Generationenbuch KEIN HELD (2020, BLV, Freiburg), ausgezeichnet mit einem Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg und dem Preis der Hochschwarzwälder Buchmesse sowie den Erzählband VERMESSUNGEN EINER LIEBE (2022, Geest-Verlag, Vechta).

Im Jahr 2023 erscheint OH BOY - ERZÄHLUNGEN VON MÄNNLICHKEIT*EN HEUTE (Kanon Verlag, Berlin), eine literarische Anthologie, die Valentin Moritz zusammen mit Donat Blum herausbringt. Für seine Texte wurden Valentin Moritz verschiedene Preise und Stipendien zugesprochen. Er lebt in Berlin.

Slata Roschal (Juli - September)

Slata Roschal, geboren 1992 in Sankt Petersburg. Aufgewachsen in Schwerin, Studium in Greifswald, Promotion in München. Zahlreiche Stipendien und Preise, darunter Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern und Kunstförderpreis des Freistaates Bayern.

Lyrikbände „Wir verzichten auf das gelobte Land“ (Reinecke & Voß 2019) und „Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus“ (hochroth 2021), lyrischer Roman „153 Formen des Nichtseins“ (homunculus 2022).              

 

Almuth Degener (Oktober - Dezember), Germersheimer Ünersetzer Stipendium

Dr. Almuth Degener
Studium 1976-1986 an den Universitäten Göttingen, London und Hamburg. Magister in Indologie, Altiranistik und Neuiranistik, Göttingen 1982. Dr. Phil. in Iranistik, Indologie, Tibetologie Hamburg 1987. Habil. Indologie Mainz 1995.

BERUFLICHE TÄTIGKEIT
1986-2020 Arbeit als Dozentin an der Universität Mainz, Abteilung Indologie. Tätigkeit als Übersetzerin literarischer Texte seit 2017.

FORSCHUNGSINTERESSEN
Nuristani-Sprachen, Dardische Sprachen, Zentralasiatischer Buddhismus, Urdu-Literatur, Hindi-Literatur.

Publikationsliste: http://wohnzimmerbibliothek.de/

ÜBERSETZUNGSTÄTIGKEIT

2018. Rahman Abbas: Die Stadt, das Meer, die Liebe. Roman. Aus dem Urdu übersetzt. Draupadi Verlag.
2021. Tulsi Ram: Murdahiya. Eine Dalit-Kindheit. Aus dem Hindi übersetzt. Draupadi Verlag.
2021. Omar Shahid Hamid: Verrat. Aus dem Englischen übersetzt. Draupadi Verlag.

AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN MIT ÜBERSETZERISCHEM SCHWERPUNKT

2022. Trinken im Angesicht des Todes: Harivansh Rai Baccans Madhuśālā. Tod und Unsterblichkeit, ed. A. Banerjee. Hamburg: Dr. Kovač, 109-123.
2021. Hindi-Deutsch-Übersetzerwerkstatt. Report on online conference 3.-6.3.2021. Meine Welt 2, 38-39.
2020. (mit Hakime Dastranji). Drei persische Gedichte von Muhammad Iqbal. Mystik und mystische Spiritualität, hg. von A. Banerjee. Hamburg: Dr. Kovač, 307-322.
2018. Nur ein Bild? Ein Tagore-Gedicht auf Urdu. Zeitloser Rabindranath Tagore, hg. von A. Banerjee und L. Schauerhammer. Mainz, 59-83.